Kinder müssen ihre Schulaufgaben auf dem Fußboden machen, weil sie weder Schreibtisch noch Stuhl haben. Eine Frau verliert ihre neunjährige Tochter an eine unheilbare Krankheit und ist so verzweifelt, dass sie sich nicht mehr um ihr anderes Kind kümmern kann. Ein alter Mann im Pflegeheim muss mit 100 Euro Taschengeld auskommen, aber die Hälfte davon geht schon für Arzneimittel drauf, die seinen Juckreiz lindern. Deren Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen.
Alles Fälle für die Aktion „Hilfe für Mitbürger“, die von der NORDSEE-ZEITUNG und Kirchen aus der Region seit dem Jahr 2000 getragen wird. Sie unterstützt Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Mehr als 120 Anfragen erreichen den Vergabeausschuss im Jahr – Anfragen von Familienhelfern, Betreuern und Bürgern, die nicht wegschauen, wenn ihre Mitmenschen nicht mehr weiter wissen.
Inzwischen ist die Aktion auch auf die Kreiszeitung Wesermarsch und die Zevener Zeitung ausgedehnt worden.
Die Hilfe sieht ganz unterschiedlich aus. Manchmal ein Kinderbett, manchmal ein gebrauchtes Fahrrad. Manchmal ist es auch ein Grabstein, der einem Angehörigen hilft, seinen Seelenfrieden zu finden.
„Hilfe für Mitbürger“, eigentlich für die Weihnachtszeit ins Leben gerufen, ist inzwischen eine Aktion, für die das ganze Jahr über gespendet wird.
Der Vergabeausschuss prüft jeden einzelnen Fall und vergewissert sich, ob das Geld im Sinne der Spenderinnen und Spender eingesetzt wird. Neben einzelnen Familien profitieren auch Vereine und Hilfseinrichtungen im Verbreitungsgebiet von der Aktion.
Alle Mitglieder der Aktion „Hilfe für Mitbürger“ arbeiten unentgeltlich, d.h. alle Spenden gehen ohne Abzug an in Not geratene Bürger.

Für welches Umfeld möchten Sie spenden? Bremerhaven und umzu? Nordenham? Zeven?